Der 125. Geburtstag von Louis Isadore Kahn (1901–1974) erinnert mich an die Beziehung dieses Meisters der Architektur des 20. Jahrhunderts zu Zürich. Auf Initiative von Heinz Ronner fand 1969 eine grosse Kahn-Ausstellung in der Haupthalle der ETH Zürich statt. Kahn eröffnete die Ausstellung am 12. Februar 1969 im Auditorium Maximum nicht mit einem Dia-Vortrag, sondern, wie er es nannte, einem Vortrag als Zeichnung. «So ist die Zeichnung heute ein Gespräch», sagte er und hielt seine Gedanken mit Kreide auf zwei grossen Wandtafeln fest.