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Álvaro Siza spricht im Schweizerischen Architekturmuseum

 

Im Rahmen der Ausstellung «Spatial Positions 11. This was Tomorrow: Reinventing Architecture 1953–1978», wird der Portugiesische Architekt und Pritzker-Preisträger Álvaro Siza einen Vortrag halten.

 

Text: Anna Valentiny - 24.3.2016
Foto: Manuel de Sousa

Siza gründete 1958 sein Büro in Porto, nachdem er drei Jahre lang für Professor Fernando Távora gearbeitet hatte. 1974, zwei Jahre nach der Nelkenrevolution, welche die Diktatur des Estado Novo beendete und Portugal in die Demokratie führte, erhielt er eine Professur an der Universität Porto und zählte fortan zusammen mit Távora und Eduardo Souto de Moura zu den wichtigsten Vertretern der häufig so genannten Schule von Porto. Siza hatte zahlreiche, internationale Gastprofessuren, darunter auch eine an der EPF Lausanne.
Siza plante die SAAL-Sozialsiedlung Bouça (1975–1977), die als eines seiner wichtigsten Projekte gilt. Beinahe so bekannt ist die Planung des neuen Lissaboner Stadtviertels Chiado, das 1988 bei einem Grossbrand zerstört worden war und für das er 1992 mit dem höchsten Architekturpreis ausgezeichnet wurde.

«I’ve learnt to stop treating architecture as consisting of privileged forms and materials; that’s the hallmark of the strictly disciplinary approach. I think it is more realistic to start with the problems of the people and their environment.» (Álvaro Siza)

Sizas Architektur ist geprägt von der europäische Avantgarde der 1920er- und 1930er Jahre, die in seinem Werke eine Umformung erlebt. Seine Bauten gehen auf das Terrain, die Region, die Tradition, die regionalen Materialien ein, ohne jedoch daraus ein Dogma zu erzwingen und machen ihn neben Figuren wie Mario Botta, Tadao Ando, Alvar Aalto oder Glenn Murcutt zu einem führenden Vertreter des kritischen Realismus [Siehe hierzu auch: archithese 4/1990, Nachträge / Addenda, S. 71]. 

 

In Basel wird Álvaro Sizas über die Bedeutung der Zeichnung für sein Werk sprechen.
Die Türen der Druckereihalle im Ackermannhof in der St. Johanns-Vorstadt in Basel öffnen um 18.30 Uhr. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr. Eine Platzreservierung ist nicht möglich.

 

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