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The Cabanon Project

Studierende der EPFL haben einen temporären Pavillon aus wiederverwendeten Bauteilen gestaltet und gebaut.

 

Hands-on ist in der Schweiz zum didaktischen Flaggschiff avanciert. Und so reiht sich das «Cabanon Project», ein temporärer Pavillon für die gleichnamige Organisation, den 35 Studierende an der EPFL unter Anleitung von Anja und Martin Fröhlich eigenhändig verwirklicht haben, unter viele bemerkenswerte Studios an Helvetischen Architekturschulen; etwa jene von Tom Emerson, Dirk Hebel und Annette Spiro, um nur drei beispielhaft zu nennen [siehe dazu die Studioportraits in: archithese 2.2016].

 

Text: Elias Baumgarten – 13.6.2016
Fotos: Sebastian Lippok

Wie Jørg Himmelreich in seinem Aufsatz «Ideenwelt und Material (wieder) zusammenführen» für die aktuellen Ausgabe der archithese «Bildungslandschaften» schreibt, hat hands-on als Unterrichtsmethode derzeit Konjunktur – sei es als Widerstand und Subversion gegen die Verdrängung des Architekten aus Detailplanung und Ausführung oder im Gegenteil als Baustein eines möglichst marktgerechten Studiums.


Anja und Martin Fröhlich haben nun nachgelegt und lassen dem Projekt «Best Room» [portraitiert in: archithese 2.2016] einen temporären Pavillon für Le Cabanon folgen, den sie gemeinsam mit 35 Bachelorstudenten gebaut haben. Studentinnen und Studenten arbeiteten dabei zunächst je an eigenen Entwürfen, bis in einem Wettbewerb mit externer Jury die vier besten Gestaltungen gekürt wurden. Diese wurden zunächst weiterverfolgt, bevor nach einer zweiten Auswahl die Gruppe in kleinen Teams mit spezifischen Aufgaben daranging, das Siegerprojekt voranzutreiben und schliesslich mit der Unterstützung aus der Bauindustrie 1:1 auf dem Campus umzusetzen. Die Hochschule wurde zu einem kleinen Architekturbüro, in dem an allen Aufgaben des Bauprozesses gearbeitet wurde – ganz im Sinne der Fröhlichs, für die das Bauen Reifeprüfung und Initiationsritus des Architekten ist. Eine Besonderheit des CHF 6 000 teuren Projekts ist, dass 90 Prozent der Materialen von einem Bestandsbau stammen und wiederverwendet wurden.


Der Pavillon kann zwischen Juni und November auf dem Campus der EPFL (Ferme de Dorigny, 1015 Lausanne) besichtigt werden.

 

Design Team: Antje Bittorf, Tiago P. Borges, Sebastian Lippok, Lerna Badgijian, Amelia Baldie, Francesco Anfosso, Marc Bardelloni, Alicia Borchart, Robin Bollschweiller, Anne Choukroun, Charlotte Din, Noemi Dolci, Karoline Endres, Silouane Fellrath, Jonas Inhelder, Adrien Liaudat, Laura Bornet, Franceline Saby, Thomas Lutz, Nina Mosca, Camille Paragon, Mathieu Rapin, Pascal Rodrigues, Fiona Uka, Sabin Uldry, Melanie Lai, Maya Deglon, Djuna Spagnoli, Anne-Michèle Savoy, Loris Thevenoz, Benedicte Valla, Florian Fol, Michèle Fardel, Nila Goolaub, Marie Christine Béris, Ian Bichelmeier und Henri Wahlen

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