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Schweizer Kunst- und Designpreise 2016

 

Die Schweizer Kunstpreise 2016 werden heute Abend um 17:30 in Anwesenheit der Direktorin des Bundesamts für Kultur, Isabelle Chassot, in Basel verliehen. Morgen um 18:00 Uhr folgt die Vergabe der Schweizer Designpreise in der Halle 3.

 

Text: Bundesamt für Kultur

Awards 2016
Auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission und eingeladener Experten zeichnet das Bundesamt für Kultur für die diesjährige Ausgabe des 1899 initiierten Kunst Preises neun KünstlerInnen, ein Architekturbüro und einen Verleger aus. Zeitgleich werden die Preisträgerin und die Preisträger des Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim 2016 geehrt. Mit dem renommierten Preis werden in diesem Jahr die Kuratorin Adelina von Fürstenberg, der Künstler Christian Philipp Müller und der Architekt und Autor Martin Steinmann ausgezeichnet.

Die Schweizer Designpreise 2016 werden am 14. Juni in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset in Basel verliehen. Es werden 13 herausragende Positionen zeitgenössischer Designpraxis geehrt.

 

Die Ausstellung der Art Awards
Die Arbeiten der PreisträgerInnen sowie der zur zweiten Runde des Schweizer Kunstwettbewerbs ausgewählten TeilnehmerInnen werden in der parallel zur Art Basel stattfindenden Ausstellung Swiss Art Awards 2016 präsentiert.

In diesem Jahr wurden die TeilnehmerInnen aus 354 Einsendungen (von 385 Personen) ausgewählt. Die Jury hat 11 Preisträgerinnen und Preisträger bestimmt, die je einen mit 25’000 Franken dotierten Preis erhalten. Einer dieser Preise besteht anstelle des Preisgeldes wahlweise aus einem sechsmonatigen Aufenthalt in Mexiko Stadt im Frühjahr 2017.
Im Bereich Architektur sind Dreier Frenzel Architekten, im Gebiet Kunst- und Architekturvermittlung Benjamin Sommerhalder die diesjährigen Gewinner.

 

Die Architekten
Dreier Frenzel Architekten wurde 2008 von Yves Dreier und Eik Frenzel gegründet. Beide leben und arbeiten in Lausanne. Die Installation des westschweizer Architekturbüros beleuchtet und veranschaulicht einen spezifischen Aspekt seiner langjährigen Auseinandersetzung mit Wohnarchitektur und steht gleichermassen für die Arbeitsmethode der beiden Architekten. Anhand von vier feinsäuberlich ausgeschnittenen Fassadenstücken aus einer zum Abbruch stehenden Villa stellen Dreier Frenzel die Frage nach den konstruktiven und atmosphärischen Eigenschaften einer Architektur im Dienste des Wohnens.
Durch das aufmerksame Beobachten der Umgebung und das minutiöse Untersuchen und Sezieren von Zeitzeugen wagen sie einen Versuch einer Definition des im Bauhandbuch fehlenden Begriffes Domesticité. Was ist Wohnlichkeit und mit welchen Mitteln erreicht man diese? Dreier Frenzel zeichnen sich durch eine feine und präzise Arbeitsweise aus. Der Ausstellungsraum wird zugleich zu Schaulager und Bibliothek, der Betrachter so zum Entdecker und Denker.

Der Verleger
Benjamin Sommerhalder, 1977 in Aarau geboren, lebt und arbeitet in Zürich und ist ein weiterer Preisträger des heutigen Abends, Seit seiner Gründung im Jahr 2001 zeichnet sich der Verlag Nieves durch sein zugleich einfaches und innovatives Vermittlungskonzept aus: die Produktion und der weltweite Vertrieb von Fanzines und Artist’s Books.
Benjamin Sommerhalder ist der unermüdliche Treiber hinter diesem Projekt. Bisher hat er über 200 Publikationen realisiert, die sich nicht nur äusserlich von konventionellen Verlagsprodukten unterscheiden, sondern ebenso dadurch, dass jede Veröffentlichung auch ein künstlerisches Projekt ist. Nieves nimmt eine einmalige und unersetzliche Stellung in der Schweizer Verlagslandschaft ein und hat sich als internationale Plattform für zahlreiche Schweizer Kunstschaffende profiliert, die dank diesem Verlag zum ersten Mal ihre Werke veröffentlichen konnten.
Mit dem Preis würdigt die Jury die Qualität der Arbeit, den innovativen Geist und die Einzigartigkeit des Verlags.

 

Die Ausstellung Swiss Art Awards 2016 kann vom 14.-19.Juni jeweils von 10 bis 19 Uhr in der Halle 4, die  Ausstellung Swiss Design Awards 2016 jeweils von 11 bis 19 Uhr in der Halle 3 der Messe Basel besucht werden.

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