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Noch heller, noch bunter

Künstler Leo Villareal hat mit seinem Team den Wettbewerb zur permanenten Beleuchtung von Londons Brücken gewonnen. Wir zeigen, wie bunt es die Briten entlang der Themse künftig treiben wollen.

 

Text: Jørg Himmelreich – 7.12.2016
 

Noch mehr Licht
Wer London kennt, der weiss, dass die Stadt in der Nacht in tausend Farben leuchtet und funkelt. Dutzende Bauten entlang der Themse werden nächtlich festlicht erleuchtet – Parlament, Riesenrad, Tate Modern und Tower Bridge stahlen um die Wette. «Nicht genug», fand die The Illuminated River Foundation und schlug vor, in einem Wettbewerb ein neues Beleuchtungskonzept für die Brücken der Hauptstadt zu suchen.

Diesen hat nun der US-amerikanische Lichtkünstler Leo Villareal in Zusammenarbeit mit dem Britische Architekten und Städtebauern Lifschutz Davidson Sandilands gewonnen. Ganze 105 Teams aus zwanzig Ländern hatten teilgenommen. 

 

Kinetische Beleuchtung
Vorgeschlagen haben die Gewinner Brückenbeleuchtung, deren Intenisät wechselt, im Sinne eines «kinetischen Rhytmus». Muster und Intenität sollen sich anpassen, je nach Fliessverhalten der Themse und Bewegungen von Passanten. Ein Konzept, das weltweit bereits mehrfach zum Einsatz kam. In Zürich erinnet man sich an die LED-Weihnachtsbeleuchtung der Bahnhofsstrasse, die – weil sie unbeliebt war – nach nur wenigen Jahren eingemottet wurde. 

 

Weniger wäre mehr?
Sie sind ebenfalls ratlos, ob mehr Licht für das nächtliche London nötig ist? Auch wenn ökologischen Bedenken bleiben: Immerhin soll die neue Beleuchtung privat aus den Mitteln der Illuminated River Foundation finanziert werden. Besonders kräftig spendet der Arcadia Fund (Peter Baldwin und Lisbet Rausing) und die Rotschild Foundation. Beide stellen für das Projekt £5 Millionen bereit. Wir empfehlen zur Aufschaltung der neuen Lichter den 1. Advent 2017. Denn bereits die Visualisierungen verbeiten eine gute weihnachtliche Stimmung. 

 

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Szenografie


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