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House 2 ist ein Hands-on Projekt von Studierenden der EPF Lausanne, das derzeit unter der Eisenbahnbrücke neben der ZHdK im Zürcher Toni-Areal aufgebaut wird. Vom 30. Mai bis zum 15. Juni 2017 ist die Rauminstallation geöffnet, will individuell erkundet werden und wird zudem den Rahmen für verschiedene Debatten und Diskussionen bieten. Unter anderem wird archithese hier zwei Symposien zu den Themen Open Space und Protostructure veranstalten.

 

Text: Marie-Theres Sauer – 29.5.2017
Plakat + Isometrie: EPF Lausanne

 

In erster Linie sollen die Studierenden des ersten Jahreskurses der EPF Lausanne natürlich mit dem Thema Architektur vertraut gemacht werden. Ein Haus auf dem Papier zu entwerfen, ist dabei die eine Herausforderung. «Bauliche Standards und praktische Einschränkungen zu erfahren ist die andere, die die Studierenden während der Versuchsphase in Lausanne und jetzt hier in Zürich zu bewältigen haben,» so Dieter Dietz.
House 2 ist aber nicht nur eine Rauminstallation: Die geforderte Lösung der Entwurfsaufgabe soll den Anspruch an eine Protostructure erfüllen, eines der Themen mit dem sich das Atelier de la Conception de l'Espace (Alice) in den vergangenen Jahren intensiv auseinander gesetzt hat. «Wir haben eine Reihe von Forschungs- und Entwurfsprojekten gestartet, die zwischen der Ausbildung und Themen wie social space, architectural tools und public space vermitteln sollen.»

 

Ein neuer Dialog
Bereits 2016 haben Studierende des ersten Jahreskurses der EPFL einen würfelförmigen Holzrahmen als prototypische Konstruktion House 1 geplant und gebaut. Die Teams gestalteten verschiedene Raumeinheiten und fügten diese zu einem gemeinsamen Entwurf zusammen. «Die Ergebnisse aus dieser Arbeit sind nun unmittelbar in die Umsetzung zu House 2 eingeflossen», so Agathe Mignon, die sich als Doktorandin an der EPFL mit dem Thema Protostructure auseinandersetzt. Wichtig sei vor allem der Dialog gewesen. Insgesamt haben sich zwölf Entwurfsgruppen mit unterschiedlichen Fragestellungen auseinander gesetzt und in enger Kommunikation das gemeinsame Projekt House 2 erstellt. «Jede Einzelarbeit wird durch die Projekte der anderen Studios in einen Kontext gesetzt und tritt so mit ihnen in den Dialog.»
Die räumliche Erfahrung des House 2 soll nicht die einer einzelnen homogenen Architektur sein, sondern vielmehr einer Struktur im stetigen Wandel. Diese Dynamik lässt Raum für permanentes Hinterfragen und unterschiedliche Interpretationen, für was diese Installation steht.
Vielleicht ist Ihr Zugang aber auch ein ganz profaner. Auch gut – dann können die vielen Plattformen und Stufen Sie vielleicht inspirieren, sich für ein Z'vieri in der Sonne niederzulassen. Oder Sie kommen am Abend auf kühle Drinks mit Freunden…

 

Die Vernissage findet am 30. Mai 2017 um 18 Uhr statt. Es gibt Führungen von Dieter Dietz und den Studierenden.
House 2 ist bis zum 15. Juni 2017 vor Ort und wird danach wieder abgebaut.
Um das Programm zu sehen, klicken Sie bitte auf das Poster ganz oben.

 

> archithese führt am 6. und 7. Juni 2017 im House 2 Debatten zu den Themen Open Space und Protostructure.

> Im vergangenen Sommer lag ein weiteres hands-on Projekt vor Anker im Zürichsee – der Pavilion of Reflections der Kunstbiennale Manifesta.

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