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Negma, 2016 (14 x 7 x 7 m) with Julien Schmid. Fayoum Desert

Ephemere Theaterkulisse

Im Bieler Kunsthaus Pasquart wird Ende September Thomas Stangls Roman Der einzige Ort als Theaterstück aufgeführt. Dafür hat die die Künstlerin Sandrine Pelletier eine raumgreifende Installation geschaffen, die sich zwischen den vier Aufführungen verändert.

 

Text: Cyrill Schmidiger – 11.9.2017

 

Reise in Afrika
2004 erschien mit Der einzige Ort der erste Roman des Wiener Autoren Thomas Stangl. Darin erzählt er die Geschichte von zwei Männern, die sich Anfang des 19. Jahrhunderts ihren Weg in das sagenumwobene Timbuktu bahnen. Als Delegierter der Imperialmacht Grossbritannien reist der Schotte Alexander Gordon Laing von Tripolis aus durch die Sahara. Der Franzose René Caillié, Sohn eines Bäckers, durchquert hingegen Guinea und Mali. Wie werden sie ihren Weg erleben und was werden sie am Ziel vorfinden?

 

Architektonische Transformationen
In diesem Theaterstück entwickelt sich nicht nur die Erzählung, sondern auch die Architektur. Sandrine Pelletier arbeitet mit verschiedenen Werkstoffen wie Tragbalken oder Spiegelflächen und lässt eine «Architektur der Leere» entstehen. Sie wird gleichsam zur Bühne für die exzessive Sprechperformance. Der skulpturale Bau wird zwischen den vier Vorstellungen immer wieder transformiert. Schritt um Schritt baut Pelletier ihre Konstruktion zurück und lässt alternative Versionen des Werks entstehen. Mit ihren ortsspezifischen, ephemeren Installationen untersucht sie zugleich die Materialbeanspruchung von Holz, Glas, Textil oder Keramik. Während diesen Entwicklungen bleibt die Installation für das Publikum immer zugänglich; sie kann durchquert, berührt und umrundet werden.

 

Das Theaterstück Der einzige Ort ist ein Projekt von Ariane Gaffron und Stefan Liebermann. Das architektonische Konzept stammt von der Künstlerin Sandrine Pelletier. Die vier Aufführungen finden zwischen dem 21. und 30. September 2017 in der Salle Poma statt.

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