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Ein grüner Kragen für den Zürichsee

Die IG Seepärke hat im Rahmen eines Medienanlasses im Belvoirpark Zürich über ihre Ideen zur Verschönerung des Zürcher Seebeckens informiert. Der Verein beabsichtigt, sich im Dialog mit allen Anspruchsgruppen für die Schaffung einer nachhaltigen Erholungszone entlang der Seeufer im Bereich der Stadt Zürich einzusetzen. Mit der Unterstützung der Zürcher Bevölkerung könnte am Mythenquai in den nächsten Jahren eine durchgehende Parklandschaft entstehen, wie der Vorstand in seiner Präsentation aufzeigt.

 

Redaktion: Stéphanie Hegelbach – 3.12.2019
Plan: Walter Wäschle 

 

Viele Mythen ranken sich um die Transformation des Mythenquais zu einem Park. Selbst archithese fabulierte 2018 anlässlich des Neubaus des Swiss Re-Hauptsitzes über den «Idealfall»: eine zusammenhängende Grünanlage, die sich um das Seeende bei Zürich schmiegt. Nun veröffentlicht die Interessensgemeinschaft Seepärke Zürich ihre Vision auf einer neuen Website. Die Mythenquai genannte Strasse soll zwischen der Sukkulentensammlung und dem General-Guisan-Quai aufgehoben und die zuvor isolierten Parkinseln entlang des Seeufers verbunden werden. Auslöser für diese Initiative ist die Zürcher Sukkulenten-Sammlung, die saniert werden muss. Seit mehreren Jahren sind Planungen der Stadt Zürich zu einem Um- beziehungsweise Neubau im Gange. Initiant und Präsident des Fördervereins der Sukkulenten-Sammlung Urs Ledermann, hat im Zuge der Sanierung Ideen entwickelt, wie man diese bestmöglich gestalten könnte. Dabei entstand die Vision, das gesamte linke Stadtufer vom General Guisan-Quai bis zur Roten Fabrik attraktiver zu gestalten. Die IG sieht die grosse Chance, durch die Aufhebung der Kantonsstrasse Mythenquai viel Raum für Natur und neue öffentliche Nutzungen zu schaffen. Im heutigen Zustand bietet der Mythenquai zwar abschnittsweise schöne Orte, allerdings wird der Flaniergenuss immer wieder durch Verkehrsflächen und Parkfelder unterbrochen.
Die IG Seepärke versteht sich als Ideengeber und Inspirator einer Debatte zur Aufwertung des öffentlichen Raums entlang der Seeufer, wobei die von Walter Wäschle entwickelten Ideen als Basis der Vision gelten. Übergeordnetes Ziel ist die Schaffung öffentlichen Erholungsraumes, in dem Kultur, Kunst, Kulinarik und weitere Erlebnismöglichkeiten im Mittelpunkt stehen, wobei die einzelnen Teilprojekte nicht definiert sind. Die IG hofft, die Vision durch möglichst viele konstruktive Gespräche mit allen Beteiligten in den nächsten Wochen und Monaten zu konkretisieren und einen öffentlichen und politischen Diskurs anzustossen. Auf der Website können auch eigene Ideen für den langgestreckten Seepark deponiert, sowie bereits aufgeschaltete Vorschläge kommentiert werden. Präsident des Vorstands, Urs Ledermann, führt aus: «Wir möchten Ideen zur Schaffung eines grosszügigen Stadtparks entlang des linken Seeufers vorantreiben. Damit bekommen nicht nur die Quartiere Enge und Wollishofen einen grosszügigen Park, sondern die ganze Region erhält einen Erholungsort inmitten der Stadt. So bleibt Zürich langfristig ein Ort, wo die Menschen gerne leben und arbeiten.»

 

 Mehr Informationen finden Sie auf der Website der IG Seepärke Zürich.

>  Lesen Sie über die Architektur am Mythenquai in der E-Version der archithese 1.2018 Swiss Performance.

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