Aus welchem Land kommen Sie?


Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Auch wenn die Einschränkungen der Reisefreiheiten bedingt durch die Corona-Pandemie langsam zurückgefahren werden, wird es in diesem Jahr keine Architekturbiennale in Venedig geben. Die Schau wird stattdessen vom 22. Mai bis 21. November 2021 zu sehen sein.

 

Text: Jørg Himmelreich – 18.5.2020

 

See you later!
Viele haben noch gehofft, dass die 17. Architekturbiennale von Venedig trotz Corona-Pandemie im Herbst stattfinden könne. Heute wurde in einer Pressemitteilung bekanntgegeben: Die Schau wird auf das kommende Jahr verschoben. Die Ausstellung mit dem Leitthema «How Will we Live Together» wird nun vom 22. Mai bis 21. November 2021 zu sehen sein. Als Hauptgrund wurde angegeben, dass es unter den jetzigen Umständen nicht möglich gewesen sei, die Exponate rechtzeitig für eine Eröffnung im Herbst zu installieren. Die Angst vor leeren Hallen war sicher ein ebenso grosses Argument. Chef-Kurator Hashim Sarkis versucht der Situation etwas Positives abzugewinnen, wenn er schreibt, dass die Teilnehmenden nun die Gelegenheit hätten, über die Covid19-Pandemie zu reflektieren und diese Gedanken in Ihre Beiträge einzubauen. Aber sind sie nicht bereits zu grossen Teilen in Venedig installiert worden (und werden nun eingepackt, um im kommenden Frühjahr nicht verblichen und verstaubt zu sein)? Wer von den Aussteller*innen wird wohl ein erweitertes oder neues Budget erhalten, um sie umzuarbeiten? Wer weiss: Vielleicht war ja das eine oder andere Länder-Team oder ein eingeladenes Architekturbüro schwer in Verzug mit Recherche und Umsetzung und kann so inhaltlich noch umschwenken – ganz im Sinne, dass die Letzten die Ersten sein werden? Aber wird nicht, sobald ein Impfstoff parat ist, niemand mehr über Corona reden mögen? Eine Aufforderung sich mit Klimawandel und Ressourcenverbrauch auseinanderzusetzen, wäre wohl vorausschauender gewesen. Die für 2021 geplante Kunstbiennale wandert übrigens ihrerseits ebenfalls ein Jahr im Fahrplan weiter nach hinten und ist damit 2022 zu sehen.

 

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> Die Schau im Schweizer Pavillon über Grenzen muss bis 2021 warten.

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