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Zähes Tauziehen um Kasernenräumung in Zürich

Der Zürcher Kantonsrat hadert mit dem vollständigen Auszug der Kantonspolizei aus dem Kasernenareal. Wenn es nach der Regierung ginge würde sie die Räumlichkeiten weiter nutzen, berichtet heute Nachmittag Stefan Hotz von der NZZ.

 

Text: Anne-Dorothée Herbort – 9.1.2017
Bilder: Theo Hotz Partner AG, Polizei- und Justizzentrum, Zürich-Aussersihl, Visualisierung. Bauende ist 2019 geplant.

 

Die Räumung und sinnvolle Umnutzung der ehemaligen Kaserne waren 2011 die Bedingungen der Bevölkerung für die Zustimmung eines neuen Polizei- und Justizzentrums, das auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Zürich-Aussersihl bis 2019 entstehen soll. Der 750 Millionen teure Baukomplex soll 30 in der Stadt verteilten Abteilungen der Kantonspolizei, der Staatsanwaltschaft und des Justizvollzugs, das Forensische Institut der Polizeiwissenschaften, die Polizeischule und Teile des Bezirksgerichts Zürich an einem Standort zusammenfassen. Für die Gestaltung sind Theo Hotz Partner zuständig. Die fahlgrünen Blöcke eifern der Stadt der Justiz von David Chipperfield in Barcelona nach und wollen in ihrer Struktur als Erweiterung des angrenzenden Wohngebiet gelesen werden.

Vernünftige Vorschläge welche Nutzung in die lehrgefegte Kaserne nach dessen Sanierung einquartiert werden soll, liegen bisher laut FDP-Fraktionschef Thomas Vogel (Illnau-Effretikon) noch keine vor. Die Rechte ist ebenfalls skeptisch gestimmt und sieht das Projekt mit hohen Umzugs- und Sanierungskosten behaftet.

Der Kantonsrat will sich noch nicht definitiv festlegen und schickt das Gesetz zum PJZ erst mal in eine zweite Runde. Aus bauwirtschaftlicher Sicht ist der zähe Entscheid irrelevant: Die Vergabe des neuen Polizeizentrums an einen Generalunternehmer soll kurz vor Abschluss stehen. Der Baubeginn ist also absehbar.

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