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Gebautes Räderwerk

Architektonisch anspruchsvolle und ansprechende Bauten für die muslimische Gemeinschaft ausserhalb muslimischer Länder haben leider immer noch Seltenheitswert. In Hamburg wurde eine derartige Bauaufgabe von Medine Altiok ernst genommen.

 

Text: Maja Mijatović – 5.5.2021
Fotos: Jens Franke

 

Beim muslimischen Wasch- und Gebetshaus für den Hamburger Friedhof Finkenriek bestand die Herausforderung darin, ein Gebäude zu schaffen, das sich in die Umgebung einer christlichen Friedhofsfläche integriert. Wie lassen sich norddeutsche Architekturelemente in einen muslimisch-religiösen Bau einbetten, ohne dass dieser dabei an eigener Symbolik verliert? Die Architektin Medine Altiok wählte einen zurückhaltenden Gestaltungsansatz. Mit Foucault gesprochen stellt das Wasch- und Gebetshaus eine Heterotopie innerhalb einer weiteren bereits bestehenden Heterotopie dar, welche das Friedhofsareal in seiner Funktionalität stärkt und zugleich eine Glaubensgemeinschaft repräsentiert, der bis heute in unserer Stadtgesellschaft in vielerlei Hinsicht zu wenig Beachtung beigemessen wird.

 

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