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Von Java nach New York und in die Avenue Louise

Die ETH Zürich zündet ein Feuerwerk: Am Symposium Figuring F. W. Junghuhn nahmen Gäste wie Elisabeth Bronfen, Armin Linke, Alex Lehnerer, Mischa Leinkauf, Clive Oppenheimer und Renate Sternagel teil. Anschliessend wurde das Launch Future Cities Laboratory, Phase 2 und eine Stunde später drei Ausstellungen eröffnet.

 

Text: Anna Valentiny – 19.4.2016

 

Vulkane in fremden Welten
Zwischen 1836 und 1848 unternahm der Deutsche Forscher Franz Junghuhn im Dienst der Holländischen Kolonialmacht mehrere Expeditionen durch Java. Als einer der ersten bestieg er die vielen Vulkane der Insel. Alex Lehnerer und Philip Ursprung folgen Junghuhns Spuren und erforschen 17 seiner Lieblingsvulkane. Die Ausstellung markiert den Beginn eines dreijährigen Forschungsprojekts der Professur für Kunst- und Architekturgeschichte.

 

Von der Indonesischen Insel zur zweiten Austellung
Der Tag am gta wird eine grosse Reise über den Erdball und durch die Architekturgeschichte.
So würdigt der Amerikanische Architekt John Hejduk die ETH Zürich als seine «europäische Basis» nach einem langen Entwicklungsweg mit Bernhard Hoesli, die auf ihrer gemeinsamen Lehrerfahrung an der University of Texas School of Architecture, Austin, in den 1950er Jahren gegründet war.
Mit der ihm gewidmeten Ausstellung kommt das Mitglied der New York Five in die Schweiz «zurück».
Hejduks Architekturverständnis spricht aus seinen Modellen und Zeichnungen. Trotz (oder gerade wegen) der Exklusivität seiner Medien verfügt das Werk über eine beträchtliche Breite und Tiefe; es enthält spekulative, disziplinäre, historische, praktische und theoretische Implikationen.
Am 28. April wird das Symposium ‹Figures, Creatures, Characters: One Day with John Hejduk› folgen, um eine Debatte über die Bedeutung und das Potenzial von Hejduks Werk innerhalb des heutigen europäischen Kontextes anzuregen.

 

Belgien 2016
Eine erste zeitgenössische europäische Position bietet das Brüssler Büro OFFICE Kersten Geers & David Van Severen, deren Entwürfe und Visualisierungen sich in ihrer Rezeption nicht dem Vergleich mit dem vor 16 Jahren verstorbenen Amerikaner entziehen können: Als Gegenüberstellung zu den Zeichnungen von John Hejduk zeigen die Arbeiten der Belgier einen möglichen zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Architekturzeichnung.
Diese spielt eine zentrale Rolle in der Arbeit der jungen Architekten. In einer einzigartigen, von pastellfarben geprägten, digitalen Bildsprache produzieren sie ein Werk, das über eine konventionelle Verwendung von Darstellungs- und Planungsaufgaben des Mediums der Architekturzeichnung hinausgeht. Die Zeichnungen und Collagen bilden einen selbständigen Werkkörper, der in der kommenden Ausstellung ein erstes Mal als institutionelle Einzelausstellung präsentiert und verhandelt wird.
Während der Zusammenhang zwischen Hejduks Werk und dem der Belgier offensichtlich ist, stellt sich die Frage nach der Rolle der dritten Ausstellung 17 Volcanoes, die im genanntem Kontext etwas exotisch scheint.
Hannah Knoop war für die archithese bei der Eröffnung dabei! Mehr zu den aktuellen gta Ausstellungen folgt also bald im Blog!  

 

Das Programm zur Ausstellung finden Sie hier.

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