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Uncube tritt ab; T–ransfer tritt an

Das Architektur-E-Zine Uncube stellt nach 43 Ausgaben seine Tätigkeit ein. Dafür betritt T–ransfer die Bühne und wird künftig alle zwei Monate eine monografisch angelegte digitale Zeitschrift herausgeben. 

 

 

Text: Jørg Himmelreich – 7.9.2016
Karte: Chris Harrison

 

Im April 2016 verkündete die Redaktion von Uncube, dass sie nach vier Jahren und 43 Ausgaben ihr online-Architektur-Magazin einstellen werde. Schade, denn technisch, methodisch und inhaltlich war das E-Zine rasch zu einer festen Grösse in der Architekturvermittlung herangewachsen und hat grafisch Massstäbe gesetzt. 

Vielleicht kann das neue Projekt T–ransfer aus Zürich die Lücke schliessen? Die neue E-Zeitschrift hat ebenfalls die Ambition zu einer globalen Architekturplattform heranzuwachsen, architektonisches Wissen zu vermitteln, um «zeitgenössische Ideen und Praktiken zu vereinen und die globale Kultur der Architektur voranzubringen.» Zweimonatlich sollen Essays zu monographischen Themen erscheinen und weitere wöchentliche Ausgaben dazukommen. Mit Interviews, Fotostrecken und Video-Essays soll das digitale Medium kreativ bespielt werden. Zwei Ausgaben über «Wüsten» und «Inseln» sind bereits online. Auf dem Smartphone macht das Medium Spass. Mit der Desktopversion kann das neue E-Zine an die grosszügige Präsenz von Uncube jedoch nicht heranreichen. Alle Texte werden auf englisch verfasst. Initiatoren des Projektes sind der ehemalige ETH-Professor Josep Lluis Mateo, Agusti Obiol, Anna Hotz Samedani, Ramias Steinemann und Isabel Concheiro. 

 

Am 15. September 2016 lädt die T–ransfer-Redaktion zur Auftaktveranstaltung in die Oberdorfstrasse 8 in Zürich ein. Der Event wird live auf der Webseite übertragen. Es gibt zwei Podiumsdiskussionen mit Ramias SteinemannNot Vital, Aoife Rosenmeyer, Mirko Baselgia, Reto Geiser, Gus Wortham, Andreas Ruby, Christophe Catsaros, Josep Lluís Mateo und Isabel Concheiro über Chancen und Potenziale digitaler und gedruckter Architekturzeitschriften.

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Architekturkritik


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Kommentar von Hans Reger |

Noch ein neues Magazin? Dabei haben die etablierten Redaktionen der gedruckten Hefte in der Schweiz und in Deutschland bereits Mühe, sich gegen die auf Werbekunden-abfischen spezialisierten «Gratis-Hefte» durchzusetzen. Der Kuchen wird leider nicht grösser. Vielleicht hätte Mateo lieber sein Geld den Qualitätsblättern spenden sollen, statt zu ihnen in Konkurrenz zu treten?

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