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Esther und Rudolf Guyer - Hochhaus am Triemli in Zürich
Esther und Rudolf Guyer - Hochhaus am Triemli in Zürich

#SOSBrutalism

Kann das Brutalismus-Revival herausragende Bauten der 1970er-Jahre retten?
Eine Online-Datenbank und eine Ausstellung im DAM in Frankfurt legen sich ins Zeug.

 

Text: Elias Baumgarten / Jørg Himmelreich
Foto: Jørg Himmelreich

 

In der Öffentlichkeit haftet brutalistischen Architekturen häufig ein Negativimage an. Viele Bauten sind in schlechtem Zustand, manchen droht sogar der Abriss. Doch wie Jonathan Glancy unlängst in einem Artikel für BBC Culture geschrieben hat, haben etliche Architekten mittlerweile ihr ästhetisches Potenzial erkannt. Mitunter wird sogar behauptet: Brutalismus ist «back in fashion». Und wie zum Beweis gedeihen in den sozialen Netzwerken Gruppen wie die 27 500 Mitglieder starke Facebook-Gemeinde «The Brutalism Appreciation Society».

Um diese Architekturen zu schützen wurde (quasi als nächster Schritt nach der grossen Konferenz zum Brutalismus in Berlin im Jahr 2012) von der Wüstenrot Stiftung, dem DAM und dem Karlsruher Institut für Technologie die Online-Datenbank «#SOSBrutalism» initiiert, die bereits mehr als 700 Gebäude weltweit umfasst. Jeder kann Projekte einreichen. Sie soll ein Werkzeug sein, um die «beloved concrete monsters» zu katalogisieren und für Ihren Erhalt zu werben. Zugleich ist sie wegen des umfangreichen und inspirierenden Bildmaterials für jeden Architekten einen virtuellen Besuch wert. Einige der zusammengetragenen Projekte werden zudem im April 2017 in einer Ausstellung im DAM in Frankfurt zu sehen sein. 

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