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Selbstbewusst und doch sensibel

Lilitt Bollinger spricht am Mittwoch, 16. August 2017, in Thun über ihr Schaffen, das zwischen Architektur, Produktdesign und Handwerk oszilliert.

 

Text: Cyrill Schmidiger – 11.8.2017

 

Lilitt Bollinger ist ausgebildete Lehrerin für Bildende Kunst und arbeitete als Produktdesignerin. Sie besass eine eigene Taschenmanufaktur in Basel, bevor sie Architektin wurde. Sie sucht unkonventionelle Detaillösungen und ungewöhnliche Antworten auf konstruktive Fragen. Materialien setzt sie in unerwarteter Weise ein und bringt sie in neue Zusammenhänge. Und Bollinger arbeitet gerne an architektonischen Interventionen im Bestand: «Etwas Bestehendes umzubauen ist ein spannender Prozess, denn das Spannungsfeld zwischen dem schon Vorhandenen und dem potenziellen Möglichkeiten, was aus einem Ort werden könnte, birgt interessante Überraschungen».

Diese Herausforderung suchte Bollinger auch bei ihrem Stallumbau in Obstalden. Sie verwandelte den alten Landwirtschaftsbau, welcher in den 1980er-Jahren unsanft zum Ferienhaus umgebaut wurde, ein Stück weit zurück – und setzt dabei selbstbewusst eigene Akzente. Der Stall erhielt seine Holzfassade zurück, die nun wieder Patina ansetzen darf. Wo einst die hohen Scheunentore aufschwangen, fängt nun ein grosses Fenster Licht ein. Lustvoll collagiert Bollinger Alt und Neu. Beides rangiert auf Augenhöhe, die unterschiedlichen Zeitschichten entfalten gleiche Kraft und verhalten sich sympathisch komplementär.

 

Der Werkvortrag von Lilitt Bollinger findet am 16. August 2017 um 18.30 Uhr in Thun statt. Treffpunkt ist das Selve-Areal, Halle 6 an der Scheibenstrasse 6. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.

 

> In archithese 2.2017 Neues Feingefühl lesen Sie eine ausführliche Besprechung Lilitt Bollingers Umbau in Obstalden.

> Lilitt Bollinger stellte ihr Projekt auch beim Pecha Kucha-Abend von archithese vor. Die Veranstaltung können Sie als Film im archithese-Blog noch Revue passieren lassen.

 

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