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Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft

Die Veranstalter der diesjährigen Vienna Biennale eröffneten gestern 20. Juni 2017, mit Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft – eine Schaudie gemeinsame Stossrichtungen von Digitalisierung, Humanität und der Künste ergründen und einen verheissungsvollen Diskurs über mögliche digitale Wirklichkeiten entfachen will. Die Schau widmet sich somit einem der prägnantesten Themen der Aktualität und ruft mehr als 300 Kunstschaffende, Designer, Architekten und andere Teilnehmer auf den Plan, die den Blick auf Möglichkeiten lenken sollen, wie aus der technologie- und wirtschaftsgetriebenen digitalen Revolution das Beste für den Menschen herausgeholt werden kann.

 

Text: Anne-Dorothée Herbort – 21.6.2017

 

Die Digitalisierung beeinflusse unser (Arbeits-)Leben und unsere Lebensgestaltung bis ins letzte Detail. Oft passiere dies unbemerkt, zu rasant sein die Veränderungen, stellten die Veranstalter der Vienna Biennale 2017 an der gestrigen Eröffnung fest. Sie räumten des Weiteren ein, dass technologische Errungenschaften neue Spielräume schaffen und befreien, uns aber gleichzeitig unter noch nie dagewesener Kontrolle halten würden. Es sein die Künste, die das Potenzial haben, den Blick zu schärfen und wachsam zu bleiben. Sie würden die Digitalisierung mit ästhetischen und humanen Werten aufladen um sie langfristig sinnvoll zu gestalten.
Der Fokus der Schau auf Arbeit und Robotik liegt laut Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor des MAK und Initiator und Leiter der Vienna Biennale, in der Natur der digitalen Frage. Arbeit sei zentral für unseren Wohlstand und unser Wohlgefühl. Automatisierung und Robotik lösten Grenzen auf, vor allem zwischen Mensch und Maschine. Diese elementaren, von der Digitalen Moderne ausgelösten Veränderungen anzusprechen und human mitzugestalten, ist ein zentraler Anspruch der diesjährigen Schau.

 

Schöne neue digitale Welt
Die vielfältigen Facetten und Querverbindungen von Arbeit, Robotik und Automatisierung sollen in verschiedenen Themenausstellungen erfahrbar werden. Zum Einen möchte man den Einfluss der Robotik und Automatisierung in unserer Lebens- und Arbeitswelt diskutieren und der Frage, wie die Arbeit im Allgemeinen in der digitalen Zukunft der Industrie 4.0 aussieht nachgehen. Zum Anderen sollen auch Projekte, die sich mit dem menschlichen Körper und der emotionalen und gedanklichen Auseinandersetzung mit der Zukunft der Menschheit beschäftigen, auf eine mögliche Gegenbewegungen zur Turbo-Digitalisierung aufmerksam machen. Die wichtigsten Inhalte soll indes der Vienna Biennale Circle – ein Thinktank der vorwiegend aus in Wien lebender Persönlichkeiten verschiedener Kreativsparten zusammengesetzt ist – erarbeiten. In dem von Buero Bauer designten Ausstellungsmanifest Was wollen wir? möchten sie Dimensionen eines neuen digitalen Humanismus auf den Punkt bringen und Annäherungen an eine Welt, in der wir auch in Zukunft gerne leben möchten skizzieren.

  

Die verschiedenen Ausstellungen der Vienna Biennale 2017 im MAK, der Kunsthalle Wien, dem Az W und dem AIL sind bis zum 1. Oktober 2017 zu sehen. 

 

 

> Das MAK zeigt die Ausstellung Hello.Robot des Vitra Design Museums. Andrea Wiegelmann hat die Schau im Frühling in Weil am Rhein besucht und darüber berichtet.

> Am 9. Februar 2017 erklärte Patrik Schumacher, Direktor von Zaha Hadid Architects, wie er Gebäuden menschlichen Geist einhauchen möchte. Er plädierte in einer von archithese kontext organisierten Lecture im Kornhaus Zürich, dass Gebäude wie unsere Gesellschaft sich vernetzen, miteinander kommunizieren und von ihren Nachbarn und der Umwelt lernen sollen. 

 

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