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Out, Loud und Proud!

Der Juni ist Pride-Monat. Feiert mit der jüngsten Ausgabe der archithese Freiheit, Vielfalt und Queerness auch in der Architektur.

 

Weltweit gehören geschätzt 1,2 Milliarden Menschen der Gruppe der LSBT*QI+ an, was einem Bevölkerungsanteil von 14 Prozent entspricht. Nehmen wir unser eigenes Umfeld als Massstab, dann arbeiten in der Architektur überproportional viele Schwule und Lesben. Doch in den Chefetagen und bei den Professuren ist ihr Anteil erstaunlich gering – oder sie sind da, verstecken aber ihre Sexualität vor der Öffentlichkeit? Die neue Ausgabe der archithese macht sie endlich sichtbar und verschafft ihnen Gehör.

Das Queer-Heft stellt LSBT*QI+ in der Architektur ins Rampenlicht. Es spricht ihre Probleme an, erhebt Forderungen und will damit zuallererst als Statement verstanden werden; es prangert Ungerechtigkeiten gegenüber queeren Menschen weltweit an – von Gewalt und Kriminialisierung als ärgster Form der Diskriminierung ganz allgemein bis hin zu alltäglichen Erfahrungen von Homo- und Transphobie, Lohnungleichheit und fehlender Parität in der Architektur im Besonderen.

Zugleich öffnet es aber auch einen methodischen Fundus: Queering kann abstrahierter betrachtet als Werkzeug verstanden werden. Das neue Heft zeigt Potenziale für die Architektur, die der Diskurs rund um Gender, die von der heterosexuellen Norm abweichen, entfalten kann. Im englischen Sprachraum wurde in den 1990er-Jahren bereits einiges dazu formuliert. Diesen Diskurs reflektieren wir, fragen aber zugleich nach der Gegenwart der Debatte. Steht beim ersten Blick aus der heteronormativen Perspektive Queering für Beliebigkeit und Exzess, so finden sich andere, fruchtbare Aspekte, sobald tiefer geschürft wird: Beim Lösen aus normativen Fesseln geht es um Spielräume, Mehrfachlesbarkeiten, Nischen und das Verschieben von Grenzen. Queering kann helfen, Architektur nicht mehr als statisches Konstrukt, sondern als performativen Akt zu verstehen.

Soweit für den Anfang – Umfangreiches dazu bieten die neun Essays und acht Kunst-Inserts unserer (beinahe ausschliesslich queeren) Autor*innen. Nun heisst es: Vorhang auf für eine vielfältigere Architektur!

 

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