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Auch Walter Wäschle lieferte Ideen für ein Kongresshaus auf dem Carparkplatz.

Neue Runde für das (zweite) Zürcher Kongresshaus

2013 beschloss die Stadt Zürich das bestehende Kongresshaus am See zu renovieren. Damit schien die Diskussion um einem alternativen Standort und ein neues Gebäude vom Tisch zu sein. Nun machen Mobimo und die IG-Kongress Stadt Zürich jedoch einen neuen Anlauf für ein zweites Haus und nehmen (wieder) den Carparkplatz ins Visier.

 

Text: Jørg Himmelreich – 7.11.2016
Visualisierung: Atelier WW

 

Renovation statt Neubau
Vor drei Jahren hatte die Stadt Zürich nach jahrelanger Suche für Konzepte und Standorte entschieden, dass sie anstelle eines Naubaus auf die Renovation des bestehenden Hauses von Häfeli Moser Steiger aus den 1930er-Jahren am See setze und dafür CHF 140 Millionen bewilligt. Doch das stellte nicht alle zufrieden: Es bildete sich im Oktober 2014 die IG Kongress-Stadt Zürich – bestehend aus Wirtschaftsverbänden, Uni und ETH. Auch der Zürcher Hotelierverband, die Fifa und der Bankenverband sind mit im Boot. Nach ihrer Auffassung ist noch immer ein neuer, zweiter Komplex nötig und der Carparkplatz neben dem Hauptbahnhof der geeignete Standort. Dies obwohl im Richtplan eine Tunneleinfahrt für eine mögliche unterirdische Verlängerung der A3 freigehalten wird. Die Initianten sehen dies jedoch nicht als Hinderungsgrund und sind überzeugt, dass sich Einfahrt und Kongresshaus unter einen Hut bringen lassen würden. Die Stadt Zürich zeigte sich bisher skeptisch. Nicht nur wegen der Freihaltezone, sondern vor allem Mangels Ideen wohin der Busbahnhof verschoben werden könne.

 

Erneut durchgerechnet
Nun ist Mobimo mit an Bord und hat gemeinsam mit der IG Kongress-Stadt Zürich die Idee des zweiten Kongresszentrums durchgerechnet und einen Businessplan erstellt. Sie sind überzeugt, dass sich ein weiteres Tagungszenrtum mit Hotel am Standort Carparkplatz privat finanzieren und wirtschaftlich betreiben liesse. Gemäss einer Pressemitteilung soll nun eine Planung folgen, anhand derer die städtischen Behörden über das Projekt entscheiden können.

 

Kongresszentrum für Grosstagungen
Mobimos aktuelle Idee umgass ein Kongresszentrum für Tagungen mit bis zu 3 000 Teilnehmern und Räumlichkeiten für verschiedene Veranstaltungen, ein 4-Sterne-Kongresshotel mit mindestens 250 Zimmern sowie ein 2-Sterne-Design-Hotel mit rund 300 Zimmern und moderaten Zimmerpreisen. Auch ein Wohnanteil und wenige Ladenflächen könnte integriert werden. Das Investitionsvolumen beläuft sich gemäss jetzigem Planungsstand auf etwa CHF 250 Mio.
Dort wo eventuell später (oder eben nie) die Autobahntunneleinfahrt zu liegen käme, könnte ein «Providurium» erstellt werden; ein Gebäudeteil also, der falls nötig wieder abgerissen werden würde.
Sollte der Stadtrat der Idee zustimmen, müsste der Zonenplan geändert werden und Parlament und das Stimmvolk einwilligen. So oder so müsste ein Investorenwettbewerb ausgeschrieben werden. Dadurch könnten durchaus auch andere Nutzungsmixe und Investoren zum Zuge kommen.

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