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Interdisziplinärer «Muster»-Knabe

Durch Transdisziplinarität neues Wissen schaffen ist ein Leitmotiv, dem sich Buckminster Fuller – einzigartiger Hybrid zwischen Theoretiker, Architekt, Designer, Autor, Ingenieur und Pädagoge – zeit seines Lebens widmete. Das Buch Pattern-Thinking folgt diesem Ansatz, indem es eine Brücke schlägt zwischen der Biografie und den konzeptuellen Ansätzen des Architekten. 

 

Text: Stéphanie Hegelbach – 16.12.2019
Bilder: Lars Müller Publishers

 

Daniel López-Pérez, ausserordentlicher Professor für Architektur an der Universität San Diego, verfasste bereits zwei Bücher über Fuller. Eines davon wurde 2013 vom Architect Magazine zum Design Book of the Year gewählt. In Pattern-Thinking dienen ihm bisher unveröffentlichte Dokumente aus Fullers persönlichem Archiv als Werkzeug. Das einfache und übersichtliche Konzept des Buches hilft dem Leser die zahlreichen interdisziplinären Verknüpfungen nachzuverfolgen. López-Pérez teilt das Buch in die vier Kapitel «Lines, Models, Words und Patents» ein. Beginnend bei den mathematischen Untersuchungen Fullers führt der Autor den Leser durch die Transformation dieser Entdeckungen in physische Modelle, in Wörter und schliesslich in Patente. Beeindruckend sind die Darstellungen, Skizzen und Notizen von Buckminster Fuller, die uns seinen kreativen Erfindergeist spüren lassen.

Es ist ein inspirierendes Buch, das Anlass dazu gibt, einen Schritt zurückzutreten und fern der Spezialisierung die Magie der Interdisziplinarität zu erkennen. Das Zusammenprallen von unterschiedlichen Ansichten und Systemen ist auch im Interesse Fullers. So schreibt Daniel López-Pérez: «For Fuller, discovery was a shared act, not only to protect intellectual property, but as the means from which to test his findings against a broader collective knowledge. A communal process in search of ways in which different disciplinary-specific systems can be brought together and contribute to a larger universal design intelligence.» Pattern Thinking nimmt den Leser mit Fullers Arbeitsweise zu entdecken und lehrt ihn gleichzeitig fern der ausgetretenen Denkmuster neue Verknüpfungen zu finden.

 

>  Lesen Sie mehr über Fullers geodätische Kuppel an der Weltausstellung Montreal 1967 im neuen Kreis-Heft der archithese.

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