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Die Stadt als Baustofflager

140 Apartments im Zürcher Kreis 4 gemeinsam mit der Gemeinnützigen Bau- und Mietergenossenschaft Zürich (GBMZ) zu gestalten, war die Aufgabe in Dirk Hebels Studio «Ressource Stadt – Building for Disassembly» im letzten Frühjahrssemester. Studentinnen und Studenten standen dabei vor der Herausforderung Architekturen zu entwickeln, die am Ende ihres Lebenszyklus komplett zerlegt und recycelt werden können.

 

Text: Elias Baumgarten – 1.7.2016
Fotos: Wojciech Zawarski © Assistenzprofessur für Architektur und Konstruktion Dirk E. Hebel

Dirk Hebel möchte junge Architektinnen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sensibilisieren und ihnen ein geschärftes Bewusstsein für deren Endlichkeit mit auf den Weg geben. Deshalb finden seine Studios wie «Ressource Schweiz» oder «Schulhausprojekt Kambodscha», welche in der aktuellen archithese «Bildungslandschaften» vorgestellt werden, im rücksichtsvollen Umgang mit lokalen Baustoffen und dem Aktivieren lokaler Bautraditionen klare Metathemen.

In diesem Frühjahrsemester sollte die Stadt als Ressourcenlager, als «Mine der Zukunft» aufgefasst werden: Die Studierenden waren aufgefordert, die Zerleg- und Wiederverwertbarkeit ihrer Gestaltungen für ein Wohnbauprojekt der GBMZ mit 140 Apartments bis ins Detail durchzudenken, was auch Experimente mit geeigneten Fügetechniken im Massstab 1:1 einschloss. (Mehr zum didaktischen Konzept des hands-on lesen Sie in: Jørg Himmelreichs Aufsatz «Ideenwelten und Materie (wieder) zusammenführen» in archithese 2.2016 «Bildungslandschaften».) Das Studio zielte nicht auf eine (ferne) Zukunftsvision ressourcenschonenden Bauens, sondern auf rasche Umsetzung. Unterstützung kam dabei auch aus Deutschland: Der Kurs war ein Kooperationsprojekt mit Werner Sobek und dem Institut für Leichtbau, Entwerfen und konstruktive Planung der TU Stuttgart.

Unsere Empfehlung

archithese 2.2016

Bildungslandschaften


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